Unter Ökostrom versteht man allgemein eine Art der Energieerzeugung, welche die Umwelt nicht belastet oder die natürlichen Ressourcen schont. In dem Maße, wie sich das Umweltbewusstsein in Deutschland entwickelt hat, hat sich auch die Energiepolitik der Bundesrepublik darauf eingestellt. Mit dem Gesetz zu den Erneuerbaren Energien von 2004 und seinen Fortschreibungen von 2009 und 2010 wurden die Grundlagen dafür gelegt, dass u.a. der so genannte Solarstrom sich am Markt langfristig etabliert. Der technologische Fortschritt hat es möglich gemacht, dass heutzutage jeder Ökostrom mit Solarmodulen produzieren kann.
Ökostrom als Marke
Auf Grund der allgemeinen Bedürfnisentwicklung haben auch die großen Energieversorger schon lange auf die Marke „Öko“ umgestellt. Aber hier lag der Anteil der aus erneuerbaren Quellen erzeugten Energie lange Zeit unter 10 %. Erst in den letzten Jahren schnellte er, auch unter dem Einfluss der so genannten Energiewende, auf ca. 19 %. In der Regel erhielten und erhalten die Energiekunden mit Ökostrom immer noch Strom, der gar nicht aus alternativen Quellen stammt. Lediglich in der Gesamtbilanz des Versorgers wird für einen entsprechenden Ausgleich gesorgt. Dieser wird zuweilen auch dadurch hergestellt, dass Mittel für die Rekultivierung und Aufforstung von Abbauflächen als Beitrag zur Öko-Energie-Bilanz bewertet werden. Zwar ist dieser Ausgleich zu begrüßen und vom Gesetzgeber auch so gewollt, aber er ändert nichts an der Tatsache, dass Ökostrom noch in unverhältnismäßig geringem Umfang produziert wird. Nur wer seine Energie von einem einhundertprozentigen Ökostromanbieter bezieht, kann auch sicher sein, dass er einen echten Beitrag zur Umwelt leistet. Die weitaus beste Lösung ist natürlich, den Ökostrom mit eigenen Solarmodulen zu produzieren.
Atomstrom = Ökostrom?
Lange Zeit galt die Kernenergie als Ausweg aus der Energieerzeugung mittels fossiler Brennträger wie Kohle oder Öl. Lange nahm der Atomstrom bereits ein Viertel in der deutschen Stromerzeugung ein. Da er emissionsfrei erzeugt wurde, wurde er gern auch noch als alternative Energie verkauft. Wie verheerend sich ein AKW aber auf die Umwelt auswirken kann, hat schon das Reaktorunglück 1986 von Tschernobyl gezeigt. Erst nach dem Memorandum zur so genannten Energiewende auf Grund der Katastrophe von Fukushima sank der Anteil des Atomstroms in Deutschland nach vielen Jahren erstmals wieder unter 10 %. Der Ausstieg aus der Kernenergie bedeutet einen weiteren Schub für die Erneuerbaren Energien. Denn die Versorgungslücke, die der Atomstrom reißt, soll nicht mehr mit den fossilen Brennträgern geschlossen werden.
Ökostrom bedeutet Null Emission
Das Hauptargument für den Ökostrom bleibt die emissionsfreie Energieerzeugung. Die Kohlendioxid-Emissionen von Kohlekraftwerken betragen über 1.000 Gramm pro erzeugter Kilowattstunde, bei Erdöl sind es 855 Gramm, und nur im Vergleich zu diesen Werten nehmen sich die 605 Gramm, die der Brennträger Erdgas verursacht, noch einigermaßen klimafreundlich aus. Selbst wenn aus der Energiebilanz von Anlagen der Erneuerbaren Energien die Gesamtmenge der zu ihrer Herstellung benötigten Energie in diese Rechnung einbezieht, ergeben sich lediglich Werte zwischen 4 Gramm und 121 Gramm pro Kilowattstunde. Aber Bilanz heißt deshalb Bilanz, weil zwei Werte gegen gerechnet werden, und da erzeugen die Anlagen der Erneuerbaren Energien ein Vielfaches mehr an Strom emissionsfrei, als ihre Herstellung verursacht. Bei Photovoltaikanlagen ist diese Bilanz in der Regel nach 3 Jahren ausgeglichen. Zehnmal mehr Energie erzeugen sie dann emissionsfrei. Je höher der Anteil Erneuerbarer Energien insgesamt wird, desto besser wird auch die Energiebilanz jeder einzelnen Anlage.
Erneuerbare Energien in Aufwind
Die Erneuerbaren Energien verzeichnen ohnehin einen steten Anstieg, der nun umso dringender wird. Im 1. Quartal 2011 kam die Wind-Energie auf fast 8 %, die Energie aus Biomasse auf annähernd 5 % und die Wasserkraft auf 3,6 %. Die größten Zuwachsraten aber hat die Photovoltaik. Zwar liegt sie derzeit im Gesamtanteil nur bei 1,9 %, hat diesen Anteil aber lawinenartig seit dem Jahr 2008 (0,3 %) aufgebaut, im letzten Jahr die Leistung sogar fast verdoppelt. Die sonstigen Erneuerbaren Energien schlugen mit insgesamt 0,9 % zu Buche. Damit haben die erneuerbaren Energien erstmals den Atomstrom überholt. Bis zum Jahr 2020 sollen sie ihn vollständig ersetzen. Um aber die Kohlekraftwerke überflüssig zu machen (43 % der Energieerzeugung) bedarf es weltweiter Anstrengungen bis zum Jahr 2050. Der beste Weg, diese Entwicklung zu unterstützen, ist der Betrieb einer eigenen Photovoltaikanlage. So werden nicht nur weniger fossile Brennträger benötigt, sondern auch die Leitungsnetze entlastet.
Unterschiede bei den Erneuerbaren Energien
Obwohl Erdgas allgemein als umweltfreundlich angesehen wird, ist seine Emissionsrate viel zu hoch, als dass es sich mit den Erneuerbaren Energien messen könnte. Aber auch bei diesen bestehen Unterschiede. Die Photovoltaik ist mit Abstand umweltfreundlichste Art der Energieerzeugung. Denn obwohl Wind- und Wasserkraft ebenfalls emissionsfrei arbeiten, beanspruchen sie doch erhebliche Flächen an Naturraum, der unwiederbringlich verloren geht. Auch die Nähe zu besiedelten Gebieten muss vermieden werden. Bei Windanlagen sprechend Geräusche und Optik dagegen, bei der Wasserkraft Sicherheitsfragen. Der Transport der Energie ist immer an Übertragungsnetze gebunden. Photovoltaikanlagen dagegen können bereits bebaute Flächen nutzen und stellen die Energie genau da zur Verfügung, wo sie gebraucht wird. Biomasse ist, bei aller Fortschrittlichkeit ihres Einsatzes, trotzdem mit Nachteilen belastet. Die Rohstoffe wachsen nach, aber die Anbauflächen sind begrenzt. Bei der Verbrennung werden immer noch umweltschädliche Emissionen freigesetzt, wenngleich diese längst nicht so hoch sind wie bei den fossilen Energieträgern. Die sauberste und beste Lösung ist einfach eine PVA.
Ökostrom produzieren mit Solarmodulen wird immer lukrativer
Der Ökostrom auf Solarbasis schafft nicht nur die besten Bedingungen für die Umwelt, sondern ist für den einzelnen Betreiber auch wirtschaftlich lukrativ. Dafür sind zwei Entwicklungen verantwortlich: zum einen verbessert sich die Technologie ständig und wird zunehmend preiswerter, zum anderen schafft der Gesetzgeber mit günstigen Förderbedingungen finanzielle Anreize. Galt bisher die Einspeisevergütung weit über den üblichen Stromtarifen mit einer Garantie über 20 Jahre als sichere Einnahmequelle, so wird seit dem Jahr 2010 auch der Eigenverbauch sehr gut honoriert. Bei einem Stromverbauch aus selbst erzeugter Solarenergie, der 30 % überschreitet, wird die Vergütung sogar noch einmal merklich angehoben. Damit bleibt die Installation einer Solarstromanlage weiterhin eine Investition, die sich selbst finanziert. Günstige Kredite erhält man nicht nur durch die KfW-Bank. Für viele Hersteller ist die staatliche Sicherheit Garantie genug, dem Verbraucher den Erwerb der PVA gleich mittels eigenen Kredits anzubieten zzgl. Versicherungen gegen Ertragsausfall und eigenen Garantien für 20 Jahre bis 30 Jahre Laufzeit.